25.09.2011 / Allgemein / /

Sportanlage Löhracker abgelehnt – wie weiter?

Die CVP Aadorf hat als einzige Partei  zur Parolenfassung eine schriftliche Befragung ihrer Mitglieder durchgeführt. Das Resultat war mit 15 Ja und 11 Nein knapp. Bei unseren Mitgliedern waren insbesondere die folgenden Punkte umstritten: Höhe der Investition und, damit zusammenhängend, die geplante Steuerfusserhöhung; der Umfang des Projektes sowie die Höhe und die teilweise Überwälzung der Betriebskosten auf die Vereine. Das Ergebnis der Abstimmung zeigt nun, dass die Stimmenden noch kritischer eingestellt waren als die Mitglieder der CVP.

Gemeindeammann Bruno Lüscher teilte am Sonntagnachmittag bei der Bekanntgabe des Ergebnisses mit, es werde nun längere Zeit gehen, bis wieder über ein solches Projekt abgestimmt werde und es werde sicher nicht billiger.  Ich kann diese Äusserung unmittelbar nach der Abstimmung verstehen, ich bin aber insbesondere mit dem letzten Punkt nicht einverstanden. Die CVP hat bereits in ihrem Brief an den Gemeinderat die Frage gestellt, wie der grosse Kostenunterschied zur Sporthalle in Wängi begründet sei, wobei die Aussenanlagen nicht Teil des Vergleichs waren. Der Gemeinderat hat sich Mühe gegeben, unsere Fragen zu beantworten, in diesem Punkt war die Antwort aber unbefriedigend.

Heute müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass die Stimmenden nicht bereit sind, ein Projekt zu genehmigen, dass mit einer wesentlichen Erhöhung des Steuerfusses verbunden ist.  Was heisst das nun: Ich habe niemanden gehört, der nicht anerkannt hat, dass es eine Dreifachturnhalle braucht. Es braucht nun eine Rückbesinnung auf das wesentliche. Das Projekt ist grundsätzlich neu zu starten mit dem Ziel bis in drei Jahren eine mehrheitsfähige Vorlage zur Abstimmung zu bringen. Wir können nicht im Vorfeld argumentieren, das Projekt sei dringend und wichtig für die Jugend und dann bei einem negativen Volksentscheid zu einem Maximalprojekt einfach nichts mehr unternehmen.

Im Hinblick auf die Abstimmung zum Kindergartenneubau vom 13. November gilt es nun alle konstruktiven Kräfte zu bündeln, damit dieses Projekt angenommen wird.  Leider besteht hier die Hypothek, dass nach einem Jahr noch einmal über das gleiche Projekt abzustimmen ist. Dieses Vorgehen wäre mit meinem demokratischen Grundverständnis nicht vereinbar, wenn die Ablehnung nicht aufgrund einer voreiligen Abstimmung zu einem Zeitpunkt, als noch viele Fragen offen waren, zustande gekommen wäre.  Wenn der negative Entscheid zur Sportanlage ein Signal war, dass der Kindergartenneubau Priorität hat und dass die Sportanlage zu redimensionieren ist,  dann kann ich dem Abstimmungsergebnis vom 25. September doch noch etwas Positives abgewinnen.

Stephan Pfefferli, Präsident CVP Aadorf